Was ist „Do Not Track“?
Do Not Track (kurz DNT) ist eine optionale Funktion in den Browsereinstellungen, die Benutzer selbst aktivieren oder deaktivieren können. Ihr Kernprinzip besteht darin, jedem HTTP-Request-Header ein spezielles Flag hinzuzufügen, um Websites und Werbetreibenden mitzuteilen, dass der Benutzer nicht verfolgt werden möchte.
Konkret fügt der Browser, wenn ein Benutzer Do Not Track aktiviert, jedem HTTP-Request-Header ein Flag namens DNT hinzu – ein Wert von 1 bedeutet, dass der Benutzer „Nicht verfolgen“ aktiviert hat, ein Wert von 0 bedeutet, dass es nicht aktiviert ist. Wenn eine Website oder ein Werbetreibender eine Anfrage mit dem DNT-Flag erhält, kann sie je nach eigenen Richtlinien und ethischen Grundsätzen entscheiden, wie sie darauf reagiert. Einige Websites und Werbetreibende respektieren die Wünsche der Benutzer und stellen das Sammeln und Verfolgen ihres Online-Verhaltens ein; andere entscheiden sich möglicherweise dafür, diese Anfrage zu ignorieren.
Es ist zu beachten, dass Do Not Track den Benutzern lediglich eine Möglichkeit bietet, ihre Präferenz auszudrücken. Ob Websites und Werbetreibende sich daran halten, hängt ausschließlich von ihren eigenen Richtlinien und ethischen Standards ab. Es ist wie ein Gentlemen's Agreement – wenn eine Website die DNT-Anfrage nicht respektiert, kann der Benutzer tatsächlich nur sehr wenig tun.
Hintergrund von Do Not Track
Das Konzept von Do Not Track wurde erstmals 2011 von der Mozilla Foundation vorgeschlagen. Mit der zunehmenden Verbreitung des Internets wuchsen die Bedenken hinsichtlich der Privatsphäre, und immer mehr Menschen begannen, sich mit Fragen der Datenerfassung und des Datenschutzes zu befassen. 2012 war der Firefox-Browser von Mozilla der erste große Browser, der Do Not Track unterstützte, und andere große Browser folgten bald darauf.
Um einen Standard für Do Not Track zu etablieren, gründete das World Wide Web Consortium (W3C) die Tracking Protection Working Group und veröffentlichte 2013 und 2014 Entwürfe und die endgültige Spezifikation des Do Not Track-Standards. Trotz dieser Standardisierungsbemühungen wurde Do Not Track jedoch nicht weithin angenommen und eingehalten, und seine tatsächliche Wirksamkeit wird immer noch bewertet und verbessert. In der Praxis stand es immer wieder vor verschiedenen Herausforderungen und Kontroversen.
Sollte man Do Not Track aktivieren oder deaktivieren?
Tatsächlich kann das Aktivieren oder Deaktivieren von Do Not Track das Sammeln von Benutzerdaten durch Websites nicht vollständig verhindern; seine Wirkung ist sehr begrenzt. Wenn Sie derzeit keine besseren Datenschutz-Tools zur Verfügung haben, können Sie diese Option aktivieren und hoffen, dass Websites Ihre Präferenz respektieren.
Wir müssen uns jedoch darüber im Klaren sein, dass Websites verschiedene technische Mittel einsetzen, um Benutzer zu verfolgen und zu identifizieren. Do Not Track ist nur ein Teil der vielen Tracking-Technologien und reicht bei weitem nicht aus, um die Privatsphäre allein zu schützen. Um die persönliche Privatsphäre wirklich effektiv zu schützen, ist die Verwendung eines sichereren Browsers oder die Ausstattung mit professionellen Sicherheitstools die bessere Lösung.
