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Was ist ein DNS-Leck?

Was ist DNS?
DNS, die Abkürzung für “Domain Name System”, ist eine verteilte Datenbank, die einen Übersetzungsdienst zwischen Hostnamen und IP-Adressen bereitstellt. Im Internet hat jeder Computer eine eindeutige IP-Adresse, genau wie jede Person eine eindeutige Ausweisnummer hat. Allerdings bestehen IP-Adressen aus einer Reihe von Zahlen, wie z. B. 192.168.1.1, die für Menschen nicht leicht zu merken sind. Daher wird eine Methode benötigt, um diese Zahlen in leichter zu merkende Namen umzuwandeln, und genau das ist die Hauptfunktion von DNS.

Wenn Sie beispielsweise www.google.com in Ihren Browser eingeben, sendet Ihr Computer zunächst eine Anfrage an einen DNS-Server, um die entsprechende IP-Adresse dieser Website zu erfragen. Der DNS-Server antwortet, dass die IP-Adresse von www.google.com 64.233.170.113 ist. Anschließend sendet Ihr Computer eine Anfrage an diese IP-Adresse, um den Inhalt der Webseite abzurufen. Kurz gesagt, DNS-Server sind wie das “Telefonbuch” des Internets, das uns hilft, die “Telefonnummer” (d. h. die IP-Adresse) jeder Website zu finden.

Wie funktioniert DNS bei einem IP-Wechsel?
Wenn Sie ein VPN oder einen Proxyserver verwenden, sollte theoretisch Ihr gesamter Internetverkehr — einschließlich DNS-Anfragen (d. h. die Namen der von Ihnen besuchten Websites) — über das VPN oder den Proxyserver geleitet werden. Dieser Prozess umfasst in der Regel die folgenden vier Schritte:

1. Ihr Computer teilt dem VPN oder Proxyserver mit, dass Sie google.com besuchen möchten.

2. Das VPN oder der Proxyserver sendet eine Anfrage an seinen eigenen DNS-Server: Gib mir eine IP-Adresse für einen Google-Server.

3. Der DNS-Server gibt eine IP-Adresse für einen Google-Server zurück.

4. Das VPN oder der Proxyserver greift basierend auf der zurückgegebenen IP-Adresse auf Google zu.

Angenommen, ein Benutzer in Singapur verwendet ein VPN oder einen Proxyserver mit einer US-amerikanischen IP-Adresse, um eine Website zu besuchen. Wenn sein VPN oder seine Software korrekt konfiguriert ist, sollte das Testergebnis lauten: Die IP-Adresse des DNS-Servers sollte sich ebenfalls in den USA befinden und mit der IP-Region des VPNs oder Proxyservers übereinstimmen. Wenn sich der DNS-Server nicht in den USA befindet, sondern beispielsweise in Kanada oder einer anderen Region, besteht kein Grund zur Sorge — zumindest wird der tatsächliche Standort des Benutzers (Singapur) nicht preisgegeben.

Was ist ein “DNS-Leak”?
Selbst wenn Ihr Internetverkehr über ein VPN oder einen Proxyserver geleitet wird, kann Ihr Gerät weiterhin die DNS-Server Ihres Internetdienstanbieters (ISP) verwenden, anstatt der vom VPN- oder Proxydienst bereitgestellten DNS-Server. Das Ergebnis ist, dass Ihre IP-Adresse und Ihre DNS-Anfragen (d. h. die Namen der von Ihnen besuchten Websites) Ihrem ISP preisgegeben werden können. Dies wird als “DNS-Leak” bezeichnet.

Beispielsweise verwendet ein Benutzer in Singapur eine US-Proxy-IP, um auf Google zuzugreifen, aber aufgrund einer falschen VPN- oder Softwarekonfiguration fordert sein Gerät die IP-Adresse von Google von einem lokalen DNS-Server in Singapur an. In diesem Fall weiß der ISP des Benutzers, dass er auf Google zugreift. Wenn der Benutzer auf ein DNS-Leak prüft, wird er feststellen, dass die IP-Region des DNS-Servers mit der Region der echten IP-Adresse des Benutzers übereinstimmt (beide in Singapur), was bedeutet, dass ein DNS-Leak aufgetreten ist!

Risiken eines DNS-Leaks
Wenn ein DNS-Leak auftritt, werden Ihre DNS-Anfragen an die DNS-Server Ihres ISP gesendet, anstatt an die DNS-Server des VPN. Das bedeutet:

Preisgabe des tatsächlichen Standorts: Ihr ISP kann Ihre IP-Adresse erfahren und somit Ihren tatsächlichen geografischen Standort preisgeben.

Verletzung der Privatsphäre: Ihr ISP kann die von Ihnen besuchten Websites protokollieren und diese Informationen für gezielte Werbung verwenden oder an Dritte verkaufen.

Erhöhtes Sicherheitsrisiko: Einige Malware oder Cyberangriffe können Ihre DNS-Einstellungen manipulieren, was dazu führt, dass Ihre DNS-Anfragen an unsichere DNS-Server gesendet werden. Unsichere DNS-Server können Ihre Anfragen auf bösartige Websites umleiten, eine Technik, die als DNS-Hijacking bekannt ist. Beispielsweise möchten Sie vielleicht die Website Ihrer Bank besuchen, werden aber auf eine gefälschte Bank-Website umgeleitet. Diese gefälschte Website sieht möglicherweise identisch mit der echten Bank-Website aus, wird aber tatsächlich von Cyberkriminellen betrieben, um Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort zu stehlen.

Wie man DNS-Leaks verhindert
Verwenden Sie einen zuverlässigen VPN-/Proxy-Dienst
Einige VPN- oder Proxy-Dienstanbieter bieten Funktionen zur Verhinderung von DNS-Leaks an. Diese VPNs oder Proxys stellen sicher, dass alle Ihre DNS-Anfragen über ihre Server und nicht über die Server Ihres ISP geleitet werden. Bei der Auswahl eines VPN- oder Proxy-Dienstes sollten Sie prüfen, ob dieser einen DNS-Leak-Schutz bietet.

Verwenden Sie sichere öffentliche DNS-Server
Sie können die DNS-Server in den Netzwerkeinstellungen Ihres Geräts manuell auf sichere öffentliche DNS-Server ändern, wie z. B. Googles Public DNS (8.8.8.8 und 8.8.4.4) oder Cloudflares DNS (1.1.1.1). Auf diese Weise werden Ihre DNS-Anfragen selbst bei einer Unterbrechung Ihrer VPN-Verbindung nicht an die Server Ihres ISP gesendet.

Verwenden Sie Tools zur Erkennung von DNS-Leaks
Bevor Sie eine Website über ein VPN oder einen Proxyserver aufrufen, können Sie Tools zur Erkennung von DNS-Leaks verwenden, um zu überprüfen, ob ein DNS-Leak vorliegt. Regelmäßige Überprüfungen sind eine gute Angewohnheit, um Ihre Privatsphäre zu schützen.

Zusammenfassung: DNS-Leaks sind ein häufiges Sicherheitsrisiko bei der Verwendung von VPNs oder Proxys, das zur Preisgabe der echten IP-Adresse und zur Verletzung der Privatsphäre führen kann. Durch die Wahl eines zuverlässigen VPN-Dienstes, die Konfiguration sicherer öffentlicher DNS-Server und regelmäßige Leak-Tests können Sie dieses Risiko wirksam eindämmen und Ihre Netzwerksicherheit und persönliche Privatsphäre schützen.